Klassizismus – Epoche

Arch_KlKlassizismus ist Stil und Epoche zwischen  ca. 1750 und 1840. Diese Epoche zeichnet sich durch typische künstlerische Ausdrucksformen in der Architektur aus wie:  Zylinder, Kugel, Kreis und Kubus. Diese klaren geometrischen Grundformen stehen im Zeichen eines kritischen Rationalismus und der Rückbesinnung auf die Antike. Es entstanden neue Leitbegriffe wie Symmetrie und Harmonie. Mit dem Durchbruch des Klassizismus in der Kunst löste dieser die barocke Formsprache ab. Eine natürliche Daseinsform wurde angestrebt und der Geist der Aufklärung wurde als freiheitliche Alternative gesehen gegenüber dem rigiden Herrschaftssystem des Absolutismus und der damit verbundenen höfischen Kultur des Barocks und Rokoko.

Als Inspiration galt die Rezeption antiker Vorbilder, wie in Rom erhaltene architektonische Relikte, das Pantheon oder die Laokoon Gruppe. Einen weiteren Schub erzeugten Ausgrabungen mit neuer wissenschaftlicher Akribie in Pompeji in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.  Ganz Europa folgte dieser Entwicklung mit großem Interesse, was auch dem deutschen Archäologen Johann Joachim Winkelmann zu verdanken war. Dieser veröffentlichte 1755 seine Abhandlung mit dem Titel: Gedanken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerei und Bildhauer-Kunst.

Es blieb  nicht bei einer Bewunderung der antiken Kunstwerke vor Ort.  Zunehmend ging man dazu über einzelne Kunstwerke direkt zu überführen. So wie zum Beispiel 1806 organisierte Lord Elgin die Ausfuhr einzelner Skulpturen aus dem Pantheon Tempel auf der Athener Akropolis direkt nach London.